Gerade für Existenzgründer stellt sich die Fragen nach dem angemessenen Honorar. Sie können noch nicht auf Erfahrungswerte zurückgreifen und so kalkulieren, ob der angenommene Preis für ihre Situation passt oder nicht.
Das Honorar als Dolmetscher soll schließlich nicht einfach nur die Kosten decken, die im Laufe des Monats, beziehungsweise des Jahres entstehen, sondern es soll auch einen Gewinn einbringen. Der Gewinn ist die Rücklage für schlechtere Zeiten, denn es wird nicht immer so sein, dass ein Dolmetscher auf einen vollen Auftragsplan sehen kann. Außerdem wird der Gewinn für größere Investitionen eingesetzt. Doch wie erfolgt nun die Honorarkalkulation für den Dolmetscher?
Der hier gebotene Honorarrechner stellt eine Unterstützung für Sie dar, wenn es darum geht, das perfekte Honorar für Ihre Situation zu finden. Als ersten Punkt gilt es, die Ausgaben zu überdecken. Welche Ausgaben haben Sie im privaten Bereich?
Bedenken Sie Versicherungen, Gebühren für die Kinderbetreuung, Miete, Lebensmittel, Strom, usw.
All diese Ausgaben können Sie in den Honorarrechner eingeben. Zu den berücksichtigen Ausgaben zählen natürlich auch die Betriebsausgaben. Auch wenn diese zumindest teilweise von der Steuer abgesetzt werden können, so muss das Geld dafür doch erst einmal vorhanden sein und Sie müssen es vorstrecken. Als mobiler Dolmetscher werden vor allem Kosten für das Geschäftsfahrzeug und sonstige Reisekosten anfallen, aber auch der Kauf von Fachliteratur und die Ausgaben für die Versicherungen (Berufshaftpflicht, Kfz-Versicherung) schlagen zu Buche.
Der Honorarrechner bietet Ihnen die Möglichkeit, die produktiven Tage eines Jahres zu berechnen. Dafür müssen Sie die Tage bedenken, an denen Sie tatsächlich an einem Auftrag sitzen, beziehungsweise zum Ort Ihres Einsatzes unterwegs sind. Immer wieder gibt es aber Tage, an denen Sie als Dolmetscher sich mit verwalterischen Arbeiten befassen müssen und die keinem Kunden direkt berechnet werden können.
Zudem müssen von den möglichen Arbeitstagen Feiertage, Urlaubs- und Krankheitstage sowie die Wochenenden abgerechnet werden. Gerade ein Existenzgründer wird aber kaum stur nur unter der Woche arbeiten und die Wochenenden zur Erholung nutzen – auch wenn das richtig wäre. Anfangs kann sich das kaum jemand leisten und die meisten Dolmetscher sind auch am Wochenende tätig.
Überlegen Sie sich, wie viel Geld Sie also für sämtliche Ausgaben benötigen und an wie vielen Tagen Sie dieses erwirtschaften können. Am Ende erhalten sie mit Hilfe des Honorarrechners einen Betrag, der als kalkulatorischer Stundensatz beziehungsweise Tagessatz bezeichnet wird.
