Die Ausbildung zum Dolmetscher
Wer den Beruf des Dolmetschers ausüben möchte, der hat die Wahl zwischen einer schulischen Ausbildung und dem Studium an einer Hochschule.
An der Universität oder Fachhochschule dauert das Studium zwischen sechs und acht Semestern, die meisten Studenten benötigen rund sieben Semester, um den Abschluss zu erlangen.
Es ist ein Bachelorstudiengang, der mit der Bezeichnung Bachelor of Arts abschließt.
Es ist zudem eine Verkürzung des Studiums durch Freiversuche möglich, bei der die nötigen Prüfungen eher abgelegt werden können.
Das Studium selbst umfasst eine wissenschaftliche Ausbildung der Sprache, bei der sowohl die Sprache mit all ihrer Terminologie gelehrt wird, als auch eine gründliche Ausbildung in der Grammatik erfolgt.
Es werden Methoden gelehrt, die für das Übersetzen und Dolmetschen nötig sind.
Vorlesungen, Seminare und praktische Übungen sind in Pflichtfächer gegliedert, wie zum Beispiel Fremdkulturelle Kompetenz, Fremdsprachliche Kompetenz oder Übersetzen und Dolmetschen.
Daneben gibt es Wahlpflichtfächer, wie beispielsweise Interkulturelle Kommunikation oder Translatorische Kommunikation.
Die Studenten nehmen neben den uniinternen Veranstaltungen zusätzlich an Exkursionen und Projekten teil, die teilweise in das Ausland führen.
Zusätzlich müssen Betriebspraktika abgeleistet werden, die zumeist in einem Übersetzungsbüro stattfinden.
Das Ziel ist es, das theoretische Wissen in der Praxis anwenden zu lernen.
Das gilt vor allem auch für die Studenten des Gebärdensprachdolmetschens, die ihre Kenntnisse unbedingt in der Praxis vertiefen müssen.
Den genauen Ablauf des Studiums regeln die einzelnen Hochschulen in ihrer Studien- und Prüfungsordnung.
Neben der Hochschulausbildung zum Dolmetscher gibt es noch die Möglichkeit, diesen Beruf an einer Fachschule zu erlernen.
Die Ausbildungsinhalte sind dabei ähnlich, die Dauer der Ausbildung in der Regel auf drei Jahre begrenzt.
Die Sprache wird meist auch etwas weniger intensiv gelehrt und gelernt.
Allgemeine Grundlagen der Sprache sind ebenso Bestandteil der schulischen Ausbildung zum Dolmetscher, wie das Führen der Korrespondenz, Textverarbeitung, Terminologie im Bereich Gericht und Recht oder auch die Einführung in die elektronische Datenverarbeitung.
Deutsch und Landeskunde werden bei den allgemein bildenden Fächern an einer Fachschule gelehrt. Auch nach dieser Ausbildung sind Praktika unumgänglich, um den Beruf des Dolmetschers ausüben zu können. |